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Intensive Hochfrequenzstrahlungen führen zu thermischen Wirkungen: Die Strahlungsenergie wird im Körper absorbiert und in Wärme umgewan-delt. Der Körper erwärmt sich (Beispiel: Mikrowellenofen). Ist die absor-bierte Strahlungsleistung so hoch, dass sich die Körpertemperatur um mehr als 1-2 °C erhöht, treten die gleichen Wirkungen auf wie bei Fieber oder bei Hitzeeinwirkung: Es kommt zur Verringerung der mentalen Aktivität, zu Abweichungen bei verschiedenen Körperfunktionen bis zu Fort-pflanzungsstörungen. Organe mit geringer Durchblutung und damit schlechter Wärmeabfuhr wie z.B. die Augen, die männlichen Hoden und die Knie erwärmen sich schneller und sind deshalb stärker gefährdet.
Schwache Hochfrequenzstrahlung kann zu nichtthermischen Wirkungen führen. Beobachtet wurden u.a. physiologische Veränderungen in Zellkulturen bei Tieren sowie Beeinflussung der elektrischen Aktivität im menschlichen Hirn. Solche Signalwirkungen können selbst durch schwächste Felder hervorgerufen werden. Denn der Organismus kann schwache Signale in starke biologische Antworten umsetzen. Nach diesem Verstärkerprinzip kann ein von außen schwachen Einfluss in unserem Kör-per elektrische Ströme produzieren, die unter Umständen zu einem Herz-kammerflimmern führen, optische Eindrücke vortäuschen oder bio-chemische Prozesse beeinflussen. Die nichtthermischen Effekte werden beim Festlegen der Grenzwerte nicht mit in Betracht gezogen.
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